"Danse Macabre" - Füssen und der Tod - Themenführung

Wann

7. Juni 2024    
10:30 - 12:00

Wo

Museum der Stadt Füssen, St. Anna Kapelle
Lechhalde 3, Füssen, Bayern, 87629, Allgäu

Der Totentanz ist seit dem 14. Jahrhundert ein fester Begriff für einen Bilderzyklus, der die Macht des Todes über jedes Menschenleben in verschiedenen Facetten darstellt. Im Zyklus lädt der Tod versinnbildlicht Menschen eines jeden Stands („Jedermann“) zum letzten Tanz.

Das Gemälde des Füssener Totentanzes von Jakob Hiebeler von 1602 im ältesten erhaltenen Sakralraum Füssens, der Sankt-Anna-Kapelle im ehemaligen Benediktinerkloster Sankt Mang, gilt als älteste Darstellung dieser Gattung in Bayern. Es fand später Nachahmung in Oberstdorf sowie im benachbarten Tiroler Außerfern (u.a. im Lechtal und Tannheimer Tal).

Das Thema wurde 1746 nochmals in der Füssener Friedhofskirche St. Sebastian vom Allgäuer Maler Bartholomäus Stapf aufgegriffen. Hier befasst sich der Tod allerdings nicht mehr mit einem Menschen, in dem er mit diesem tanzt, sondern in dem er den Betrachter direkt anblickt.

In ihrer Bedeutung zählen diese Gemälde gleichrangig zu den bedeutendsten Monumental-Totentänzen Europas in Basel, Luzern, Lübeck und Wien.

Bei einem geführten Spaziergang unter dem Motto „Sagt Ja Sagt Nein, Getanzt Muess Sein“ werden die barocke Füssener St. Sebastianskirche, der malerische Friedhof sowie der Totentanz des Jakob Hiebeler in der St. Anna-Kapelle (im Museum der Stadt Füssen) besichtigt (Näheres wird bekannt gegeben).

Reservierung erforderlich unter 08362-9299325.

Der Vorverkauf beginnt am 21. März 2024.

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